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Europatag am AKG mit Frau Dr. Josefine Koebe am 8. Mai

 

An einem symbolträchtigen Erinnerungsdatum, dem „Tag der Befreiung“ Deutschlands von der nationalsozialistischen Diktatur, stellt Frau Dr. Josefine Koebe, Abitur am AKG 2007 und derzeit hessische Landtagsabgeordnete für die SPD, allen Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen die Europäische Union als Friedensprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg vor. Die EU wird in einem abwechslungsreichen Vortrag anschaulich erklärt, so dass selbst das komplexe Zusammenspiel der Institutionen greifbar wird. Frau Dr. Koebe, in ihrer nahbaren und schülerzugewandten Art, berichtet nicht nur über die historischen Ursprünge der EU, sondern wie nah europäische Politik den Bürgern in der Region Bergstraße, auch den Schülerinnen und Schülern, komme, wenn genau hingesehen werde. Neben konkreten Investitionen von europäischen Geldern, wie an der KKS für berufliche Bildung, profitierten gerade junge Menschen von der Freizügigkeit und den Bildungsmöglichkeiten innerhalb der Union, wie beispielsweise dem Erasmus-Programm oder dem allseits beliebten Interrail-Ticket.

 

Die Europäische Union könne außerdem gerade in den aktuellen internationalen Krisenerscheinungen uns Europäern sowohl politisch als auch wirtschaftliche eine bessere Position am globalen Verhandlungstisch verschaffen und Werten wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eine Stimme geben.

 

Was ist aber der „Pulse of Europe?“ fragt Frau Dr. Koebe sich selbst und die Schüler. Im lebendigen Austausch im Anschluss an den Vortrag werden dazu Ideen und Meinungen ausgetauscht, bei denen deutlich wird, dass viel „Europa“ (kein Roaming, gemeinsame Währung ohne lästiges Umtauschen, freies Reisen) im Alltag als selbstverständlich hingenommen wird. Dabei lohne es sich, Europäisches bewusst wahrzunehmen und politisch aktiv zu werden. Frau Dr. Koebe setzt sich für ein Wahlrecht ab 16 ein, da die Wahltaktung dafür sorge, dass viele junge Menschen im Schnitt erst mit 20,5 Jahren erstmals das Europaparlament wählen könnten. Vieles, was schon immer in der Diskussion zur Europäischen Union Thema gewesen ist, bewegt auch die Schülerinnen und Schüler in ihren zahlreichen Fragen – wie viel Souveränität der Einzelstaaten braucht es, wie viel kann und sollte an die EU abgegeben werden? Sollte es doch eine europäische Armee geben oder wohlmöglich gar ein europäisches Staatsgebilde? Am Ende steht die Erkenntnis: Europa lebt (nur) mit uns allen.

 

(Andrea Klein und Hanno Teckenbrock)

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