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AKG-Handballerinnen gewinnen Landesentscheid und fahren zum Bundesfinale nach Berlin

 

Großer Erfolg für die Handballerinnen des AKG: Beim Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia am 11. März 2026 im Landessportbund Hessen (Frankfurt am Main) zeigte die U16-Mädchenmannschaft eine beeindruckende Leistung und sicherte sich am Ende den Landessieg – und damit das Ticket für das Bundesfinale in Berlin.

 

In der Vorrunde traten acht Mannschaften in zwei Vierergruppen gegeneinander an. Gespielt wurde hier jeweils zweimal zehn Minuten. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten qualifizierten sich für das Halbfinale, das – ebenso wie das Finale – über zweimal 15 Minuten ausgetragen wurde.

 

Im ersten Spiel traf das Team auf die Geschwister-Scholl-Schule Rodgau. Wie so oft bei einem Turnierstart war den AKG-Mädchen die Nervosität zunächst deutlich anzumerken. Es schlichen sich einige technische Fehler ein, Pässe kamen noch zu ungenau und auch im Abschluss fehlte zunächst die nötige Sicherheit. Die Mannschaft musste erst einmal im Turnier ankommen. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Spielerinnen jedoch immer besser ins Spiel, stabilisierten ihre Abwehr und traten deutlich selbstbewusster auf. Kurz vor dem Ende stand es 8:8 – die Spannung in der Halle war kaum zu überbieten. Dann die dramatische Schlussphase: Mit der letzten Aktion des Spiels erhielt das AKG noch einen Siebenmeter. Alia Di Giulio übernahm Verantwortung, behielt die Nerven und verwandelte sicher zum viel umjubelten 9:8-Sieg.

 

Im zweiten Gruppenspiel gegen die Wigbertschule Hünfeld zahlte sich eine Abwehrumstellung aus. Die Defensive stand nun deutlich kompakter und arbeitete hervorragend zusammen. Immer wieder konnten Bälle abgefangen oder herausgespielt werden. Aus dieser starken Abwehr heraus entwickelte sich eine sehr effektive zweite Welle im Angriff: Durch schnelle Gegenstöße und einfache Abschlüsse nach Ballgewinnen gelangen zahlreiche Tore. Der deutliche 18:5-Erfolg war deshalb vor allem einer konzentrierten Abwehrarbeit und dem schnellen Umschaltspiel zu verdanken.

 

Durch die kurzfristige Absage der Lahntalschule Lahnau hatte die AKG ein Gruppenspiel weniger zu bestreiten. Dennoch reichten die beiden Siege souverän für den Einzug ins Halbfinale.

 

Dort wartete mit der Karl-Rehbein-Schule Hanau ein starker Gegner. Auch hier zahlte sich die zuvor umgestellte Abwehrformation erneut aus. Die AKG-Mädchen verteidigten sehr diszipliniert, arbeiteten als geschlossene Einheit und minimierten die technischen Fehler deutlich. In einem intensiven und körperbetonten Spiel entwickelte sich ein echter Handball-Fight, in dem beide Mannschaften um jeden Ball kämpften. Am Ende setzte sich das AKG mit großem Einsatz und Teamgeist verdient mit 13:11 durch. Besonders hervor stach dabei Eva Achten, die mit ihrer Schnelligkeit und Dynamik immer wieder für gefährliche Aktionen im Angriff sorgte und wichtige Ballgewinne in der Abwehr erzielen konnte.

 

Im Finale traf das Team auf die sehr starke Gesamtschule Melsungen. Für einige der AKG-Spielerinnen fühlte sich dieses Duell wie ein kleines Déjà-vu an: Bereits im vergangenen Jahr war die damalige U16-Mannschaft im Halbfinale auf Melsungen getroffen und hatte sich damals nur knapp mit einem Tor geschlagen geben müssen. Mit dabei waren auch einige Spielerinnen des heutigen Teams, darunter Eva Achtmann, Caro Streng und Helena Rosenkranz. Entsprechend groß war die Motivation, es diesmal besser zu machen. Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven und spannenden Spiel auf hohem Niveau, in dem sich beide Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe begegneten. Das AKG startete gut, doch in der zweiten Halbzeit geriet das Team zunächst mit zwei Toren in Rückstand. Doch die Mannschaft bewies erneut großen Kampfgeist. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung und viel Tempo im Angriff kämpften sich die Spielerinnen Tor für Tor zurück. Der Ausgleich gelang pünktlich zur Halbzeit. Anschließend übernahm das AKG zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Mit wachsendem Selbstvertrauen setzte sich das Team zunächst mit drei Toren ab. In der Schlussphase konnte der Vorsprung gehalten werden – nun lief die Zeit klar für das AKG. Schließlich stand der 25:21-Sieg fest.

Groß war der Jubel auf und neben dem Feld. Zahlreiche mitgereiste Eltern hatten die Mannschaft lautstark unterstützt und für eine fantastische Atmosphäre gesorgt. Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude keine Grenzen mehr – gemeinsam wurde lautstark gesungen: „Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“

 

Besonders bemerkenswert ist, dass ein Großteil der Mannschaft bereits im vergangenen Jahr mit der U14-Schulmannschaft des AKG am Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia in Berlin teilnehmen durfte. Damals wurde das Team von den Lehrkräften und Lehrertrainern Melani Mitsch und Manuel Kümpel begleitet, beim diesjährigen Landesentscheid betreute Melani Mitsch die Mannschaft. Dass viele dieser Spielerinnen nun ein Jahr später auch mit der U16 erneut den Landesentscheid gewinnen und sich wieder für das Bundesfinale qualifizieren konnten, ist eine außergewöhnliche Leistung.

„Die Mannschaft hat heute unglaublich als Team gearbeitet und nie aufgegeben. Dass wir nun zum zweiten Mal in Folge nach Berlin fahren dürfen, ist für die Spielerinnen und die Schule ein riesiger Erfolg“, freute sich Melani Mitsch nach dem Turniersieg.

 

Damit heißt es für das AKG bereits zum zweiten Mal in Folge: Berlin, wir kommen!

 

Eine Besonderheit in diesem Jahr war zudem der erstmals ausgetragene Landesfinaltag, an dem die Landessieger sowie die Erst- bis Drittplatzierten in mehreren Sportarten an einem gemeinsamen Tag ermittelt wurden. Die Wettkämpfe fanden in den Hallen des Landessportbund Hessen statt. Im Anschluss an die Turniere gab es eine offizielle Siegerehrung der besten Teams aus verschiedenen Sportarten – darunter Handball, Tischtennis, Turnen und Basketball.

Die Ehrung der erfolgreichen Schulmannschaften übernahmen unter anderem Armin Schwarz, Hessischer Kultusminister, Juliane Kuhlmann, Präsidentin des Landessportbund Hessen, sowie Martin Schönwandt, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Schulsportstiftung. Ein besonderes Highlight für die Schülerinnen war außerdem die Anwesenheit von Lisa Mayer, Europameisterin mit der 4 x100-Meter-Staffel und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympische Sommerspiele 2024 in Paris.

 

Spielerinnen des AKG:

Anna Laube, Eva Achtmann, Nika Bonerz, Alia Di Giulio, Lucia Schürer, Carolin Streng, Lea Weber, Annabelle Seiche, Anna Laube, Helena Rosenkranz, Amelie Buchschatz, Marie Krauß

 

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