AGK

Abiturientinnen und Abiturienten feierten ihre letzte Schulwoche

Tag 1: Kindheitshelden

 

Im vergangenen Jahr hing ein riesiges, handgeschriebenes Plakat in den Fluren des sogenannten Telekom-Gebäudes. „The Final Countdown“ prangte in großen Lettern über einem selbst gebastelten Kalender, in dem der Abiturjahrgang 2025 Datum für Datum mit einem roten Kreuz abhakte – ein selbstgebauter Wegweiser durch die Prüfungsphase, die damals wegen laufender Bauarbeiten im Stammgebäude ins Ausweichquartier verlegt worden war. Der diesjährige Jahrgang hatte das Glück, seine letzte Schulwoche wieder in den vertrauten Räumen des AKG zu erleben – und verzichtete dabei auf den Kalender. Die Anspannung vor den bevorstehenden Prüfungen war trotzdem spürbar.

 

In der vergangenen Woche war es so weit – die letzte reguläre Schulwoche hatte für die Abiturienten des AKG begonnen. Und die hatten beschlossen, sie in Erinnerung zu behalten: In der sogenannten „Mottowoche“ schlüpften die angehenden Absolventen täglich in eine neue Rolle. Den Auftakt machte der Montag unter dem Motto „Kindheitshelden“ – ein buntes Sammelsurium an Verkleidungen, das die Schulflure in eine Art Zeitreise verwandelte. Am Dienstag stand ein Gruppenkostüm auf dem Programm, während der Mittwoch unter dem kreativen Motto „Dress like your LK“ stand – jeder kleidet sich so, wie es zum eigenen Leistungskurs passt. Der Donnerstag brachte den wohl aufwendigsten Tag: Gender Switch mit anschließendem Runway vor dem Haupteingang – und das Gepäck musste kreativ sein, Schulrucksäcke waren ausdrücklich verboten. Den Abschluss bildete am Freitag ein Red-Carpet-Auftritt, bevor dann die Q4-Zeugnisse ausgeteilt werden.

 

Tag 2: Gruppenkostüm

 

Was die Mottowoche am AKG besonders machte: Während an anderen Schulen solche Aktionen mitunter streng reglementiert oder gar verboten wurden, durfte der Jahrgang hier auch den laufenden Unterricht besuchen – natürlich nach vorherigem Anklopfen. Powerpoint-Karaoke, Lehrerpantomime und andere kreative Einlagen sorgten dabei für Schmunzeln im Klassenraum. Aus der Oberstufenleitung war dazu zu hören: Der Jahrgang mache das „wirklich sehr kreativ“, der Zusammenhalt sei beeindruckend, und die Schülerinnen und Schüler fragten „immer brav vorerst“, ob sie einen Unterricht besuchen dürfen. „Alles sehr nice“, so das Fazit.

 

Das spiegelt etwas wider, das über bloßen Schulfrieden hinausgeht: ein echtes Vertrauensverhältnis zwischen dem Jahrgang und der Schulgemeinschaft. Die Mottowoche ist eben keine Abrechnung mit der Schulzeit – sondern eine Feier von ihr. Und das, obwohl – oder vielleicht gerade weil – das AKG nicht als die lässigste Schule der Region gilt.

 

Dabei ist die fröhliche Stimmung kein Zeichen von Sorglosigkeit. Denn parallel lief der Unterricht weiter – und das ist ernst gemeint. Die Lehrerinnen und Lehrer des AKG nutzten diese letzten gemeinsamen Stunden, um noch einmal gezielt auf die Prüfungen vorzubereiten. Gerade der Freitag galt als wichtiger Termin: Es war das letzte Mal, dass der Jahrgang seine Fachlehrkräfte vor den schriftlichen Prüfungen zu Gesicht bekam und … die letzten Zeugnisse wurden verteilt.

 

Bis zu diesem Moment war das Q4-Halbjahr bemerkenswert kurz – gerade einmal sieben Unterrichtswochen standen auf dem Plan. Trotzdem wurde viel geleistet. Auch die ersten Abi-Noten sind bereits eingetütet: In den praktischen Sportprüfungen zeigten die Schülerinnen und Schüler in Volleyball, Badminton, Schwimmen und Basketball starke Leistungen – angefeuert von ihren Mitstreitern und vorbereitet durch intensives Training in und außerhalb des Unterrichts.

 

Nach den Osterferien ist dann Schluss mit Kostümen und Klassenbesuchen. Ab dem 15. April fallen die Startschüsse für die schriftlichen Prüfungen – zunächst im Leistungskurs Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft, Geschichte, Informatik und Sport. Die Schulgemeinschaft des AKG wünscht ihren Abiturientinnen und Abiturienten für die Zielgerade alles Gute.

 

Christian Roth

 

Tag 4: Gender Switch

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