AKG-Schüler triumphieren bei Explore Science
Beim bundesweit größten MINT-Festival holten etliche Fünftklässler des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim gleich in drei Wettbewerben vordere Plätze – und 400 Euro Preisgeld.
Mit rund 18.000 Besucherinnen und Besuchern ging am Sonntag im Mannheimer Herzogenriedpark die Jubiläumsausgabe von Explore Science zu Ende. Fünf Tage lang verwandelte die Klaus Tschira Stiftung den Park unter dem Motto „Erfindungen & Entdeckungen“ in ein riesiges Freiluftlabor für Kinder, Jugendliche und Familien – und feierte dabei gleichzeitig das 20-jährige Bestehen der Veranstaltungsreihe. Mittendrin: eine Gruppe junger Tüftler und Tüftlerinnen des AKG, unter der Betreuung von Herrn Teske und Herrn Treubert-Zimmermann.
Fachwerk auf Papier – und ein zweiter Platz
Den größten Erfolg errang der Fünftklässler Jakub Jonaszko: Im Wettbewerb „Papierbrücke“ musste eine einen Meter lange Konstruktion aus Papier und handelsüblichem Bindfaden eine Spielzeugeisenbahn im Maßstab H0 tragen – und möglichst viel Gewicht dazu. Jakub setzte konsequent auf das Fachwerkprinzip mit vielen Winkeln. Das Ergebnis: Bei einem Eigengewicht von nur 268 Gramm hielt seine Brücke 7,4 Kilogramm stand. Das reichte für den zweiten Platz und 300 Euro Preisgeld.
Dem Ei fehlte ein Quäntchen Glück
Ebenfalls knapp am Treppchen vorbei, aber trotzdem beeindruckend: Marie Zeitz und Arthur Köppe aus den fünften Sportklassen beim Wettbewerb „Crashtest“. Über 300 Teams traten an – Ziel war es, ein rohes Ei in einer selbst konstruierten Papierhülle aus bis zu anderthalb Metern Höhe unversehrt zu Boden zu bringen. Mit einer nur 9,7 Gramm leichten Schutzzelle kamen die beiden bis kurz vor die Top Ten – bis beim dritten Versuch das Ei beim schrägen Aufprall einen kleinen Riss bekam. Ein Schicksal, das sie mit immerhin 150 anderen Teams teilten. Gewonnen hat ein Stuttgarter Gymnasiast aus der 13. Klasse, dessen minutiös berechnete Konstruktion weniger als ein Gramm wog.
Enten auf Geheimmission – Platz 9 für das Perpetuum Mobile
Einen starken neunten Platz – und 100 Euro Preisgeld – erzielten Nia Becker sowie die Schwestern Olivia und Viola Jiang, alle aus der fünften Lateinklasse. Beim Wettbewerb „Perpetuum Mobile“ galt es, eine scheinbar endlos laufende Maschine zu bauen und die wahre Energiequelle möglichst geschickt zu verbergen. Die drei AKG-Schülerinnen schickten zwei niedliche, miteinander spielende Entenfiguren auf den Wettbewerbstisch – was dahintersteckte, verriet auf den ersten Blick niemand. Die Jury bewertete handwerkliche Fertigkeit, technische Raffinesse und Kreativität.
Passend zum Jubiläumsjahr drehte sich das Programm insgesamt um Ideen, Entwicklungen und Innovationen, die unsere Welt verändert haben – von Robotik und Raumfahrt über Arten- und Meeresschutz bis zu grünen Städten. Die Schülerinnen und Schüler des AKG sind auf dem besten Weg, ihren Beitrag zu weiteren Innovationen zu leisten.
Christian Roth
Ulli Treubert-Zimmermann

