Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Ziel dieser AG ist die Verbesserung des Unterrichts in den Lebenswissenschaften an deutschen Schulen. In einem Netzwerk von vier Schulen arbeiten dabei ausgewählte Schülerinnen und Schüler zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des EMBL an dem Transfer moderner wissenschaftlicher Fragestellungen und Methoden an deutsche Schulen.

Die Ergbnisse unserer Bemühungen haben wir am Tag der Naturwissenschaften des Kreiselternbeirats, auf dem 102. MNU Kongress in Mainz und der iNext-Konferenz im ATC des EMBL Heidelberg vorgestellt.

Hier beschreiben zwei ehemalige Mitglieder worum es im Projekt geht und wie sie zur AG stießen:

Bei der letzten Projektwoche bot die iNext-AG ein Projekt an, um ihr Wissen an andere weiterzugeben und um neue Mitglieder zu gewinnen. Bei der iNext-AG handelt es sich um ein mit 50.000 Euro von der Robert-Bosch-Stiftung gefördertes Netzwerk von vier Schulen (eine davon ist das AKG) mit dem Europäischen Molekularbiologischem Laboratorium (EMBL) in Heidelberg, das sich zum Ziel gesetzt hat mit Schülerinnen und Schülern spannende und neue Experimente für den Schulunterricht zu entwickeln.

Da wir bei der Projektvorstellung einen positiven Eindruck gewonnen hatten, meldeten wir uns kurzer Hand für das iNext Projekt an. Wir waren zwar voller Vorfreude und wussten auch schon in etwa, was uns im Projekt erwartete, hatten jedoch noch keinerlei Erfahrung was das Experimentieren an tierischen Objekten betraf. (Ziel des Projektes war, das Nervensystem von Zebrafischembryonen einzufärben.)

Wir waren am ersten Tag dann, recht positiv überrascht, denn wir Neulinge wurden recht freundlich in das „erfahrene Team“ aufgenommen, das aus Schülern der Oberstufe besteht, die bereits an regelmäßigen Treffen teilgenommen hatten. Nach einer Vorstellungsrunde hielten zwei Schülerinnen einen Vortrag darüber, was uns das Experimentieren überhaupt bringt, es können nämlich Rückschlüsse über die Entwicklung der Lebewesen gezogen werden, wenn man deren Nervensysteme vergleicht.

Die Projekteilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt, die jeweils von erfahrenen Schülern betreut wurden. Wir waren positiv überrascht, dass wir so viele Schritte des Experiments selbst durchführen durften. Nicht alle Arbeitsgänge waren einfach, wir mussten viel pipettieren und die Embryonen oft in Alkohollösungen waschen, aber schlussendlich konnten wir nach 3 Tagen ein gutes Ergebnis vorweisen. Unter dem Mikroskop konnten wir die Nervensysteme sehr genau erkennen.

Besonders interessant waren die Vorträge von zwei Wissenschaftlern des EMBL, Dirk Sieger und Fargol Mazaheri, durch die wir genauere Einblicke für das  bekommen konnten, woran wir gerade experimentierten und wurden auch über ähnliche Forschungen unterrichtet. So erfuhren wir zum Beispiel, wie mithilfe von Einfärbungen Abläufe des Immunsystems im Gehirn im Falle einer Kopfverletzung sichtbar gemacht werden können.

Rückblickend können wir sagen, dass das Arbeiten an einem Projekt außerhalb des normalen Schulalltags einen durchaus positiven Eindruck gemacht hat. Wir haben vieles dazu gelernt, hatten Spaß dabei, neue Aspekte der Biologie und Chemie kennenzulernen und unsere gelungenen Ergebnisse zu betrachten. Weil uns das Projekt so überzeugt hat, haben wir uns dazu entschlossen, weiterhin an den Treffen der I-Next Gruppe teilzunehmen und hoffentlich noch einiges Neues dazu zu lernen. Wir wollen versuchen uns unsere eigenen Fischembryonen zu züchten  und neue Wege zu finden, wie wir unsere Experimente durchführen können.

Tim Vesper und Dominik Jahn (Jgst 12)