Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Pressearchiv

BENSHEIM. Superlative sind an der Tagesordnung. Die einen sprechen vom "Leuchtturm des AKG", die anderen vom "Aushängeschild" und der "Visitenkarte" der Schule. Gemeint ist jedes Mal ein und derselbe Adressat: der Jugendchor des AKG.

Er feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Zeitgleich mit ihm begeht der Chor "da capo Bensheim" - hauptsächlich Ehemalige des Jugendchors - sein zehnjähriges Bestehen.

Selbstverständlich feiern die Sängerinnen und Sänger das Doppel-Jubiläum nicht im stillen Kämmerchen, sondern laden zu einem Jubiläumskonzert am Samstag, 5. Oktober, 18 Uhr, in die Heilig-Kreuz-Kirche Auerbach ein. Die Besucher erwartet dort ein musikalisches Mehrgang-Feinschmeckermenü mit den allerbesten Zutaten.

Als Höhepunkt und Sahnehäubchen wird die Aufführung des doppelchörigen Magnificats von Heinrich Schütz angekündigt. Chorwerke von Rheinberger, Mendelssohn-Bartholdy, Durufle und anderen Komponisten sind das Salz in der Suppe.

Beide Chöre singen außerdem Stücke aus ihrem Repertoire, das von traditioneller a-capella-Musik über Gospel und Musical-Melodien bis zum aktuellen Pop reicht. Zeitweise werden sich bis zu 100 Chorsängerinnen und -sänger mit ihren Chorleitern Manfred Hein und Sabine Wulf vor dem Altar der Kirche positionieren.

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BENSHEIM. Die Jungfrau Maria kehrt von der Himmelfahrt zurück und backt Teegebäck für die Pilger, und das Ehepaar auf der sinkenden Titanic winkt fröhlich seinen Kindern zu. Witzig und skurril, sarkastisch und humorvoll, bösartig und bitter: All diese Attribute kennzeichnen die "Nabelschnüre", die eigentlich das Symbol der mütterlichen Fürsorge sind.

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BENSHEIM. Energiewende, Erneuer- bare Energien, moderne Energieerzeugung – das sind nicht nur Schlagwörter in der aktuellen Politik. Auch am Alten Kurfürstlichen Gymnasiums (AKG) in Bensheim haben sich Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 bis 9 mit diesen Themen im Rahmen der zweiten Ferienakademie zum Ende der Sommerferien Anfang August beschäftigt.

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BENSHEIM. Rundum begeistert war der AKG-Jugendchor von seiner Konzertfahrt nach Berlin. Nachdem man den leistungsstarken Chor "Die Primaner" vom Berliner Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium in Bensheim willkommen geheißen hatte, erfolgte der Gegenbesuch in Berlin. 

Auf dem Weg wurde die berühmte Wartburg besichtigt, wo die Schüler etwas vom Sängerkrieg hörten. Auch alte Notenschriften und Theaterkostüme von den berühmten Wagner-Aufführungen wurden gezeigt. Bei der Einfahrt nach Berlin gab es jedes Mal ein lautes Hallo und Applaus, wenn die Schüler eine Sehenswürdigkeit erkannten, die ihnen bisher nur aus Filmen und dem Fernsehen bekannt war.

Wiedersehen mit Berliner Sängern

Schnell war man im Bezirk Friedrichshain, wo die Gastschule lag. Dort gab es ein Wiedersehen mit den Sängern aus Berlin, welche die Bensheimer mit in ihre Familien nahmen. Dass man dort nicht mit dem Auto abgeholt wird, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, war für viele ein ebenso neues Ereignis wie die Tatsache, dass Berliner in den Abendstunden ihre öffentlichen Parkanlagen ausgiebig nutzen, zum Treffen, Reden, Feiern, Sport treiben.

Bei der Begrüßung der Schulleitung am nächsten Morgen wurde das Musikgymnasium vorgestellt. Stolz ist man darauf, dass die Schule schon so manchen guten Musiker hervorgebracht hat. Mit den Gastgebern durfte der Jugendchor anschließend im Konzerthaus eine öffentliche Generalprobe des berühmten Orchesters unter Iván Fischer hören.

Der bekannte ungarische Dirigent erläuterte humorvoll seine Umsetzungen von Wagners Musik, bei der sich wieder der Kreis zum Besuch der Wartburg am vorigen Tag schloss.

Danach war im Reichstag eine Gesprächsrunde mit CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Meister eingeplant. Viel zu schnell verging die Zeit und so war es sehr bedauerlich, dass der geplante Kuppelbesuch des Reichstages ausfallen musste. Alternativ dazu ging es wieder in die schönen Parks, wo auch die einfallenden Stechmücken die Jugendlichen nicht vom Grillen und Volleyballspiel abhalten konnten. Der zweite Besuchstag führte die Jugendlichen zur Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen.

Was es bedeutet "schwer beeindruckt" zu sein, wurde bei der Führung durch Zeitzeugen, die von ihrer Haft in der Gefängnisanstalt erzählten, deutlich. Bedrückung, Entsetzen, fehlende Worte waren in den Gesichtern der Jugendlichen abzulesen und es dauerte einige Zeit, bis das Gehörte und Gesehene verarbeitet war.

Ein frischer, sicherer Auftritt

Es war daher schwer, wieder in den Alltag einzutauchen. Doch es galt, professionell an das abendliche Konzert heranzugehen. Dabei merkte man sofort, wie sich der Umgang mit den Primanern und die schulstressfreien Tage auch auf die Qualität des Chorgesangs positiv auswirkten. Ein frischer, sicherer und freudiger Auftritt des Bensheimer Jugendchores zeigte, wie sehr solch ein Austausch auch musikalisch beflügelt.

Höhepunkt war wieder ein Doppelchor von Heinrich Schütz. Zum bekannten Abendlied von Rheinberger stellte man sich mit dem Berliner Chor auf. Plötzlich ergänzten sich die Farben der Auftrittskleidung zu Schwarz-Rot-Gold.

Noch einen Besuchstag mit Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten hatten die Bensheimer in der Hauptstadt eingeplant, bevor man nach Potsdam fuhr. Über Friedrich den Großen und Schloss Sanssouci hatten zwei Schüler ein Referat vorbereitet, mit dem sie ihren Mitschülern die Zeit des Soldatenkönigs näher brachten. Nach so viel Kultur und Sehenswürdigkeiten konnte man auf der Dampferfahrt nach Wannsee endlich einmal ausspannen. Auf dem Freideck erstaunte der Chor den Kapitän mit einer Gesangseinlage, die dieser über Lautsprecher als sensationell bezeichnete.

Noch einmal wurde gefeiert - und als am nächsten Morgen alle Primaner noch einmal gekommen waren, um dem AKG-Jugendchor zu verabschieden, gab es Tränen und das Versprechen, dass man sich bald wieder treffen will, um weiterhin die Freundschaft zu pflegen und gemeinsam auf hohem Niveau zu musizieren. red

05.07.2013 - Bergsträßer Anzeiger