Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

AKG: Rolf Richter stellte den siebten Klassen „seine“ Stadt vor / Demokratie in der Gemeinde

Bensheim. Für die siebten Klassen des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums (AKG) stand in den vergangenen Wochen das Thema „Demokratie in der Gemeinde“ auf dem Lehrplan des Politik- und Wirtschaftsunterrichts.

Welche Aufgaben hat die Gemeinde? Was macht die Stadtverordnetenversammlung? Aus welchen Einnahmequellen speist sich der kommunale Haushalt?

Nachdem Fragen dieser Art im Unterricht bearbeitet und gesammelt wurden, war es am Dienstag Zeit für den Höhepunkt des Themas: Seit Jahren schon dürfen aus jeder Klasse fünf Schüler das Bensheimer Rathaus besuchen und bekommen dort die Gelegenheit mit den wichtigsten Teamleitern in den Bereichen Klimaschutz und Bauhof, Parlamentarische Angelegenheiten und Finanzen, Straßenverkehr, Ordnung, Soziales und Integration und Personenstandswesen (Standesamt)zu sprechen und Fragen zu stellen.

Die Schüler hatten genug Material vorbereitet und bekamen auch auf alle Fragen Antworten, die in den nächsten Wochen im Unterricht den Mitschülern vorgestellt werden. Aber auch für die übrigen Schüler der Klassen wurde die Politik in der Gemeinde am Dienstag sehr konkret.

Nach einer Einführung durch Schulleiterin Nicola Wölbern stellte Bensheims Bürgermeister Rolf Richter persönlich „seine“ Stadt vor. Wie hoch sind die jährlichen Steuereinnahmen von Bensheim? Welche Aufgaben übernimmt Bensheim zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben? Wie viele Spielplätze gibt es eigentlich in Bensheim?

Nachdem die Schüler aufmerksam zugehört hatten, durften natürlich auch wieder Fragen gestellt werden: Dabei ging es vom demografischen Wandel in Bensheim zu den Herausforderungen durch die Flüchtlinge bis zum Haus am Markt und zum Neumarkt-Center.

Der Bürgermeister verdeutlichte den Schülern immer wieder, dass in einer Demokratie „die Stadt“ nicht einfach eine Lösung erzwingen kann. Immer wieder wurde deutlich, dass es keine einfachen Lösungen gibt, die man eben mal schnell durchsetzen kann, sondern dass Politik viel mit Verhandlungen, Geduld und Gesprächen zu tun hat.

Und doch kann Politik gestalten, in der Pause kamen Schüler mit Anliegen zum Bürgermeister, der sich diese gleich notierte und versprach, sich darum zu kümmern. Dass alle Schüler den Besuch des Bürgermeisters zu schätzen wussten, war am Beifall am Ende der Veranstaltung deutlich zu erkennen.

red

(c) Bergsträßer Anzeiger, 2. Februar 2018