Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Porträts

Diese Hinweise finden sich in der Fahndungsliste, die am 14. April 1836 vom Frankfurter Bundestag erstellt wurde. Amand Appiano aus Bensheim war einer von 29 Männern, die auf dieser Nachtragsliste verzeichnet sind. Mit zwei anderen Listen wurde schon zuvor nach über 180 Personen aus ähnlichen Gründen gefahndet. Eine von ihnen war übrigens der Dichter Heinrich Heine. Eine andere Georg Büchner aus Darmstadt. Amand Appiano gehörte zum Umfeld der von Büchner in Gießen 1834 gegründeten "Gesellschaft der Menschenrechte".

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So lautet eine Kapitelüberschrift in der einzigen bisher erschienen Biographie Christoph Moufangs. Was unter Liberalismus und Nationalismus zu verstehen ist, wissen vielleicht die meisten von uns. Aber was verbirgt sich hinter "Indifferentismus"?

Nun, darunter wurde zur Zeit Moufangs die Auffassung verstanden, dass Religionen und Weltanschauungen gleichwertig sein können. Wer wie Moufang gegen den "Indifferentismus" kämpfte, wollte damit die Sonderstellung und den absoluten Vorrang seiner Konfession gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen betonen.

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Das Bensheimer Gymnasium war in seinem Selbstverständnis lange Zeit ein katholisches Institut. Allerdings nahm der Anteil protestantischer Bürger in Bensheim im Laufe des 19. Jahrhunderts immer mehr zu, so dass 1852 ein evangelisches Pfarramt gegründet wurde. In den ersten Monaten betreute Pfarrverwalter Steinberger zu Auerbach vorläufig die Amtsgeschäfte, bis im Herbst 1852 Pfarrverwalter Gustav Schlosser die Leitung der Gemeinde und den Gottesdienst, der bis zur Fertigstellung der Michaelskirche im Jahre 1863 im Dalberger Hof gefeiert wurde, übernahm. In der von Heinrich Dinges verfassten Schulchronik heißt es: Die evangelischen Schüler des Bensheimer Gymnasiums erhielten ihren Religionsunterricht in der ersten Zeit des Bestehens einer evangelischen Pfarrei – 1852 bis 1854 – gemeinsam mit den Stadtschülern. Erst am 13. Januar 1854 wurde Gustav Schlosser auch am Gymnasium als Religionslehrer eingeführt. Er erteilte 4 Stunden wöchentlich gegen eine jährliche Renumeration von fl. 100.“

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Am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Bergstraße zwischen Darmstadt und Heidelberg zu einem beliebten Lebensraum für Künstler des Jugendstils und Anhänger der Lebensreform. Noch heute bekannt ist die Künstlerkolonie auf der Darmstädter Mathildenhöhe mit ihren Aufsehen erregenden Ausstellungen nach 1901. Und selbstverständlich die weiter im Süden liegende und 1910 gegründete Odenwaldschule, eines der wichtigsten Zentren der Reformpädagogik. Nicht zuletzt wegen solcher Institutionen lebten an der Bergstraße auch viele Schriftsteller, deren Namen heute weitgehend vergessen sind, obwohl sie in ihrer Zeit auch über die Region hinaus bekannt waren. Adam Karillon in Weinheim, Karl Ernst Knodt in Bensheim, Ernst Pasqué in Alsbach, Helene Christaller in Jugenheim sind hier zu nennen. Aber auch Wilhelm Holzamer aus Heppenheim und Daniel Greiner aus Jugenheim.

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